
Orgelbauer Michael Schmidt (Schmiedefeld) baute seine mechanische Schleifladenorgel, wie am 19. Juli 1864 vertraglich festgesetzt, nach folgender Disposition:
Manual I - C-f''':
1) Principal 8'
2) Hohlflöte 8'
3) Gedeckt 8'
4) Octave 4'
5) Octave 2'
6) Bordun 16'
7) Viola di Gamba 8'
8) Hohlflöte 4'
9) Quinte 2 2/3'
10) Mixtur 4fach 2'
Manual II - C-f''':
11) Flauto amabile 8'
12) Gedeckt 8'
13) Gemshorn 4'
14) Salicional 8'
15) Flauto traverso 8'
16) Flauto amabile 4'
17) Trompete 8'
Pedal C-f':
18) Subbaß 16'
19) Principalbaß 16'
20) Octavbaß 8'
21) Gedecktbaß 8'
Nebenzüge:
Kalkantenzug
Sperrventile zum Pedal, Haupt- und Oberwerk
Manualkoppel
Pedalkoppel
Das Vorgängerinstrument war schon 100 Jahre zuvor nahezu unbrauchbar gewesen. Dennoch war es 1765 durch Orgelbauer Adam Schöpf aus Seßlach mit einigen neuen Registern versehen worden.
Acten des Orts= und Gemeindevorstandes zu Häselrieth betreffend: Kirche, Schule, Pfarrei. 1675/1866, Kreisarchiv Hildburghausen.
Demnach das Hochfürstle: Consistorium
hieselbsten auf die abermahlig aldor=
ten wegen wieder Aufricht= und
Ausbeßerung des Heeselriether
Orgelwercks von dem Orgelma=
cher Seebern zu Römhild einge=
gebene Vorstellung anhero per
signaturam gnädigst anzubefeh=
len beliebet:
Die Gemeinde Heeselrieth zu bedeü=
ten, daß selbige mit dem Orgelma=
cher Seebern einen billigen Accord
treffen, und solchen zum Fürstle: Con=
sistorio zur ratification einsen=
den solle.
Alß wird dieses besagter Gemein=
de zugefertiget, mit dem Bedeü=
ten vorstehenden sonder Anstand
ein Genüge zu leisten. Wornach sich
zu achten. Hildburghausen, den 24ten 8br:
i727. […]