
Die einmanualige pneumatische Orgel mit 9 Registern im Barockgehäuse mit Pedalflügeln wurde von Richard Voigt/Halberstadt in den Jahren 1934/36 erbaut. Das Werk steht auf der zweiten Westempore.
Der Barockprospekt stammt aus früherer Zeit und dürfte auf die Orgelbauer Henne und Johann Albrecht hinweisen.
Johann Georg Henne verwendete bei seinem Neubau 1777 Teile der vorherigen Orgel (vermutlich von Johann Albrecht), die "9 gangbare Register - 7 im Manual, 2 im Pedal und 2 Bälge" hatte.
Die Orgel wurde u. a. auch von Nicolaus Seeber repariert.
Manual:
Prinzipal 8'
Quintatön 8'
Gedackt 8'
Äoline 8'
Prinzipal 4'
Gedackt 4'
Rauschquinte 2 2/3
Pedal:
Subbaß 16'
Principalbaß 8'
Pedalkoppel, Umfang: C-f'''/C-d'
Die Orgel wurde kürzlich von Orgelbau Hoffmann und Schindler restauriert und am 17. Mai 2026 eingeweiht.

1723/24
„dem Orgelmacher von der Orgel zu stimmen d. 15. May 1723“
1755/56
„dem Orgelmacher, von der Orgel zu stimmen. l. q. d. 17 Mayi 1755.“
1758/59
„dem reürither Schreyner, von der Orgel zu machen“
1765/66
„von der Uhr und Orgel zu machen“
„die Blasebälge in der Orgel zu leimen.“
1774/75
„Lohn vor Schreiner Arbeit in die Kirche und Schul, dem Schreiner Hanß Georg Koch/Hoch zu Reürith bezahlt worden … d. 30. 8br: 1774.“
1777/78
„sind dem Orgelmacher Joh. Adam Kleinschmidt, laut seines Accords“
1796/97
„für Reparatur der Orgelbälge. und Stimmung der Päße, Kilian Schwarzen zu Reürieth bezahlt, … d. 11. May 1796.“